DAS WASSER HINTER DEN METALLEN
Kupfer und Kobalt: Was kostet die Energiewende die Natur?
Wir brauchen Kupfer und Kobalt.
Für Stromnetze. Für Elektromobilität. Für Batterien. Für erneuerbare Energien. Für Elektronik und für Technologien, die uns helfen sollen, fossile Energieträger zu ersetzen.
Doch hinter jedem Metall steht ein Ort, an dem es gewonnen wurde.
Ein Boden.
Eine Landschaft.
Ein Ökosystem.
Und sehr oft: Wasser.
Deshalb beginnt diese Recherche mit einer Frage:
WIE VIEL WASSER STECKT IN UNSERER ENERGIEWENDE?
🇨🇭 DIE SCHWEIZ: KLEINES LAND, GROSSER ROHSTOFFHANDELSPLATZ
Die Schweiz gehört zu den bedeutendsten Rohstoffhandelsplätzen der Welt.
Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO wird mehr als die Hälfte des weltweiten Handels mit Kupfer von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz abgewickelt. Bei einem grossen Teil dieses Handels gelangt das Material physisch nie in die Schweiz: Es wird von hier aus zwischen Produzenten und Abnehmern in anderen Ländern gehandelt.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass die Schweiz mehr als die Hälfte des weltweiten Kupfers verbraucht.
Es bedeutet:
EIN BEDEUTENDER TEIL DES WELTWEITEN KUPFERHANDELS WIRD VON DER SCHWEIZ AUS ORGANISIERT.
Damit entsteht eine wichtige Frage:
Welche Verantwortung trägt ein global bedeutender Handelsplatz dafür, Transparenz darüber zu fördern, was am Anfang seiner Lieferketten mit Wasser, Natur und Menschen geschieht?
DIE UMWELTFOLGEN LIEGEN OFT WEIT ENTFERNT
Die geografische Distanz ist beträchtlich.
Die ökologischen Auswirkungen unseres Rohstoffbedarfs entstehen zu einem grossen Teil ausserhalb der Schweiz.
Forschungsarbeiten der ETH Zürich zeigen, dass bei Metallen mehr als 98 % der mit dem Schweizer Konsum verbundenen Auswirkungen auf Klima, menschliche Gesundheit, Wasserstress und Biodiversitätsverlust ausserhalb der Schweiz entstehen.
Auch das Bundesamt für Umwelt BAFU weist auf die globale Dimension des Rohstoffverbrauchs hin. Die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen trägt weltweit erheblich zu Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust und Wasserstress bei. Ein grosser Teil der Umweltbelastung, die mit der Schweizer Endnachfrage verbunden ist, entsteht im Ausland.
Das führt zu einer Realität, die leicht übersehen werden kann:
DIE SCHWEIZ IST KLEIN.
IHR ROHSTOFF-FUSSABDRUCK IST GLOBAL.
KUPFER: EIN METALL FÜR DIE ELEKTRIFIZIERUNG
Kupfer ist eines der wichtigsten Metalle unserer modernen Gesellschaft.
Es steckt in Stromleitungen, Elektromotoren, Gebäuden, Fahrzeugen, Windkraftanlagen, Solarsystemen, Elektronik und Stromnetzen.
Mit der weltweiten Elektrifizierung wächst auch der Bedarf.
Die Internationale Energieagentur IEA erwartet einen erheblichen Anstieg der Kupfernachfrage in den kommenden Jahrzehnten, insbesondere durch Stromnetze und Technologien der Energiewende.
Doch die IEA weist gleichzeitig auf einen entscheidenden Konflikt hin:
RUND 52 % DER HEUTIGEN KUPFERMINEN LIEGEN IN GEBIETEN MIT HOHEM WASSERSTRESS.
Das Metall, das uns helfen soll, eine klimafreundlichere Zukunft aufzubauen, wird also teilweise dort gewonnen, wo Wasser bereits eine besonders knappe Ressource ist.
🇨🇱 CHILE: KUPFER IN EINER EXTREM TROCKENEN LANDSCHAFT
Chile ist der grösste Kupferproduzent der Welt.
Gleichzeitig liegen viele seiner bedeutenden Lagerstätten in trockenen oder extrem trockenen Regionen.
Nach Angaben der IEA stammen rund:
80 % DER CHILENISCHEN KUPFERPRODUKTION
aus Minen in Gebieten mit hohem Wasserstress.
Klimawandel und zunehmende Trockenheit verschärfen die Herausforderung zusätzlich.
Die IEA dokumentiert beispielsweise, dass während der schweren Dürre 2019 Wassereinschränkungen die Kupferproduktion von El Teniente beeinträchtigten.
Der Wasserbedarf des Sektors bleibt beträchtlich.
Die chilenische Kupferkommission COCHILCO prognostiziert, dass der Wasserbedarf des Kupferbergbaus von rund 18,5 Kubikmetern pro Sekunde im Jahr 2024 auf etwa 20,6 Kubikmeter pro Sekunde im Jahr 2034 steigen könnte.
20,6 Kubikmeter pro Sekunde entsprechen rechnerisch rund:
650 MILLIARDEN LITERN WASSER PRO JAHR.
Doch auch hier verändert sich die Industrie.
Chile setzt zunehmend auf Meerwasser und Entsalzung, um die Nutzung kontinentaler Wasserressourcen zu reduzieren. COCHILCO erwartet, dass Meerwasser künftig zur wichtigsten Wasserquelle des Kupferbergbaus werden könnte.
Das kann den Druck auf Süsswasserressourcen reduzieren.
Es bedeutet jedoch nicht, dass die Wasserfrage verschwindet.
Entsalzung benötigt Energie, Infrastruktur und Küstenanlagen. Auch mögliche Auswirkungen auf marine Ökosysteme müssen berücksichtigt und kontrolliert werden.
Die Frage verschiebt sich deshalb:
Nicht nur: Wie viel Wasser verbrauchen wir?
Sondern auch:
Welches Wasser nutzen wir – und welche ökologischen Folgen entstehen dadurch?
🇵🇪 PERU: KUPFER ALS WIRTSCHAFTLICHES SCHLÜSSELMETALL
Auch Peru gehört zu den bedeutendsten Kupferproduzenten der Welt.
Nach Angaben des peruanischen Ministeriums für Energie und Bergbau MINEM produzierte das Land 2025 rund:
2,77 MILLIONEN TONNEN KUPFER.
Die Kupferexporte erreichten 2025 einen Wert von ungefähr:
28,13 MILLIARDEN US-DOLLAR.
Kupfer machte damit etwa:
30,2 % DES GESAMTEN PERUANISCHEN EXPORTWERTES
aus.
China ist mit grossem Abstand der wichtigste direkte Bestimmungsmarkt für peruanisches Kupfer. Zwischen Januar und August 2025 entfielen nach Angaben von MINEM rund 76,1 % der Kupferexporte auf China.
Das ist für das Verständnis globaler Lieferketten entscheidend.
Der physische Bestimmungsort eines Metalls und der Sitz des Unternehmens, das seinen Handel organisiert, müssen nicht identisch sein.
Kupfer kann beispielsweise von Peru nach Asien transportiert werden, während ein Handelsunternehmen in einem dritten Land an der Transaktion beteiligt ist.
Deshalb erzählen Zollstatistiken allein nicht immer die gesamte Geschichte einer globalen Rohstoffkette.
💧 PERU UND DIE SCHWEIZ: „EL AGUA NOS UNE“
Gerade beim Wasser gibt es bereits eine bemerkenswerte Verbindung zwischen der Schweiz und Lateinamerika.
Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit führt von 2026 bis 2029 in Peru, Kolumbien und Mexiko eine weitere Phase des Programms:
EL AGUA NOS UNE – WATER STEWARDSHIP
durch.
Die Schweiz stellt dafür rund:
CHF 4 MILLIONEN
bereit.
Das Programm beschäftigt sich unter anderem mit Wasserressourcen, Klimawandel, Biodiversität, Wasserpolitik und wasserbezogenen Risiken entlang von Lieferketten.
Das ist für unsere Recherche besonders wichtig.
Denn es zeigt:
DIE VERBINDUNG ZWISCHEN WASSER, LIEFERKETTEN UND INTERNATIONALER VERANTWORTUNG WIRD BEREITS VON DER SCHWEIZER ZUSAMMENARBEIT THEMatisiert.
Wenn Wasser ein anerkannter Risikofaktor globaler Lieferketten ist, entsteht eine logische Frage:
SOLLTEN WIR NICHT AUCH WISSEN, WELCHE WASSER- UND UMWELTFOLGEN HINTER DEN METALLEN STEHEN, DIE WIR HANDELN UND VERWENDEN?
🇨🇩 KOBALT: EIN ANDERES METALL, EINE ANDERE REALITÄT
Kobalt erzählt eine andere Geschichte.
Die Demokratische Republik Kongo besitzt eine aussergewöhnliche Stellung in der weltweiten Versorgung.
Nach Angaben des U.S. Geological Survey entfielen 2024 ungefähr:
75 % DER WELTWEITEN KOBALTPRODUKTION
auf die Demokratische Republik Kongo.
Das Land verfügt zudem über einen sehr grossen Anteil der bekannten weltweiten Kobaltreserven.
Kobalt tritt dort häufig gemeinsam mit Kupfer auf und wird vielfach als Nebenprodukt des Kupferbergbaus gewonnen.
Damit führt uns unsere Recherche in den afrikanischen Copperbelt.
Doch die Demokratische Republik Kongo ist nicht nur reich an Mineralien.
Sie besitzt auch eine aussergewöhnliche biologische und hydrologische Bedeutung.
EIN LAND REICH AN METALLEN – UND REICH AN WASSER UND LEBEN
Die Demokratische Republik Kongo beherbergt einen erheblichen Teil der tropischen Wälder Afrikas und aussergewöhnliche Biodiversität.
Das Kongobecken gehört zu den wichtigsten tropischen Waldsystemen der Erde.
Wasser, Wälder, Feuchtgebiete und Biodiversität bilden dort komplexe Ökosysteme, von denen Millionen Menschen abhängig sind.
Gerade deshalb sind die Umweltfolgen des Bergbaus von besonderer Bedeutung.
UNEP hat für den Copperbelt von Katanga historische Belastungen durch Schwermetalle dokumentiert, die mit mehr als einem Jahrhundert industrieller Bergbauaktivitäten verbunden sind.
Auch die Weltbank beschreibt Risiken für Oberflächen- und Grundwasser sowie für Gesundheit und Biodiversität.
In Bergbaugebieten des Copperbelt wurden erhöhte Konzentrationen verschiedener Metalle in Oberflächengewässern dokumentiert.
Ein weiterer Bericht der Weltbank beschreibt Fälle, in denen Abwässer aus industriellen Kupfer- und Kobaltminen Flusssysteme beeinträchtigt haben und lokale Gemeinschaften mit den Folgen für aquatische Ökosysteme konfrontiert wurden.
Auch hier gilt:
NICHT JEDE MINE VERURSACHT DIE GLEICHEN AUSWIRKUNGEN.
Umweltwirkungen hängen von Standort, Technologie, Regulierung, Abfallmanagement, Wassermanagement, Kontrolle und Einhaltung der Vorschriften ab.
Aber die Risiken sind dokumentiert.
🌳 KOBALT, KUPFER UND BIODIVERSITÄT
Mineralien für die Energiewende werden häufig als Teil der Lösung der Klimakrise betrachtet.
Das ist richtig.
Aber ihre Gewinnung ist nicht automatisch nachhaltig.
UNEP weist darauf hin, dass die zunehmende Gewinnung von Mineralien für die Energiewende – wenn sie nicht verantwortungsvoll gesteuert wird – mit Entwaldung, Wasserverschmutzung, Biodiversitätsverlust und der Degradierung von Ökosystemen verbunden sein kann.
Die Demokratische Republik Kongo macht diese Herausforderung besonders sichtbar:
aussergewöhnliche Mineralvorkommen
treffen auf
aussergewöhnliche Wälder, Wasserressourcen und Biodiversität.
Die Frage lautet deshalb nicht:
Mineralien oder Natur?
Die eigentliche Herausforderung lautet:
WIE KÖNNEN WIR DIE MINERALIEN GEWINNEN, DIE WIR BRAUCHEN, OHNE DIE NATÜRLICHEN SYSTEME ZU ZERSTÖREN, DIE WIR EBENSO BRAUCHEN?
🇨🇭 WAS HAT DIE SCHWEIZ MIT KOBALT ZU TUN?
Auch hier müssen wir sehr präzise bleiben.
Wir behaupten nicht, dass die Schweiz für die Umweltprobleme des kongolesischen Bergbaus verantwortlich ist.
Die Schweizer Behörden selbst erkennen jedoch an, dass Rohstofflieferketten – darunter auch solche für Kobalt – mit Umwelt- und Menschenrechtsrisiken verbunden sein können, insbesondere in fragilen Kontexten.
Die Schweiz unterstützt deshalb internationale Ansätze für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten.
Das ist entscheidend.
Denn Verantwortung bedeutet nicht automatisch Schuld.
VERANTWORTUNG BEDEUTET AUCH, RISIKEN ZU ERKENNEN, TRANSPARENZ ZU SCHAFFEN UND ZU HANDELN, BEVOR SCHÄDEN ENTSTEHEN.
⚡ DIE PARADOXIE DER ENERGIEWENDE
Wir brauchen mehr Elektrifizierung, wenn wir fossile Energieträger ersetzen wollen.
Wir brauchen Stromnetze.
Speicher.
Elektromobilität.
Erneuerbare Energien.
Und dafür brauchen wir Metalle.
Doch die OECD warnt davor, dass die Gewinnung kritischer Mineralien Auswirkungen auf Wasser, Wälder, Feuchtgebiete, Biodiversität und andere Ökosystemleistungen haben kann.
Besonders wichtig sind die kumulativen Auswirkungen: Viele einzelne Projekte innerhalb derselben Landschaft oder desselben Wassereinzugsgebietes können zusammen grössere Folgen haben, als eine isolierte Betrachtung jeder einzelnen Mine erkennen lässt.
Auch das Schweizer Bundesamt für Umwelt beschreibt diese Herausforderung:
Die Energie- und Klimawende benötigt grosse Mengen mineralischer Rohstoffe.
Ihre Gewinnung kann jedoch gleichzeitig mit Biodiversitätsverlust, Bergbauabfällen sowie Belastungen von Luft, Boden und Wasser verbunden sein.
Hier liegt die zentrale Frage dieser Recherche:
KÖNNEN WIR DAS KLIMA SCHÜTZEN, WENN WIR DABEI DAS WASSER UND DIE BIODIVERSITÄT GEFÄHRDEN?
Die Antwort sollte nicht darin bestehen, die Energiewende abzulehnen.
Die Herausforderung besteht darin, sie besser zu machen.
♻️ EIN TEIL DER ANTWORT LIEGT BEREITS IN UNSEREN HÄNDEN
Nicht jedes zusätzliche Kilogramm Metall muss zwangsläufig aus einer neuen Mine stammen.
Metalle können wiederverwendet und recycelt werden.
Das Bundesamt für Umwelt weist darauf hin, dass Metallrecycling die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen reduziert, die mit der Gewinnung und Verarbeitung primärer Erze verbunden sind.
Das bedeutet:
Produkte länger nutzen.
Reparieren.
Metalle zurückgewinnen.
Materialkreisläufe verbessern.
Recycling erhöhen.
Und gleichzeitig dort, wo neue Rohstoffe notwendig bleiben:
bessere Umweltstandards, bessere Wasserkontrollen und transparentere Lieferketten.
🔎 RÜCKVERFOLGBARKEIT: NICHT NUR BEIM GOLD
Unsere erste Recherche über Gold hat uns zu einer entscheidenden Frage geführt:
Woher kommt es?
Bei Kupfer und Kobalt gilt dieselbe Frage.
Die OECD beschäftigt sich inzwischen ausdrücklich mit der Rückverfolgbarkeit kritischer Mineralien.
Beim Kupfer nennt sie unter anderem Risiken im Zusammenhang mit hohem Wasser-, Energie- und Abfallaufkommen, insbesondere in trockenen Regionen.
Rückverfolgbarkeit kann uns helfen, mehr zu erfahren als nur den Namen eines Metalls.
Wir können fragen:
Aus welchem Land kommt es?
Aus welcher Region?
Aus welcher Mine?
Welche Wasserquelle wurde genutzt?
Welche Umweltkontrollen existieren?
Welche Auswirkungen wurden dokumentiert?
Wurde recyceltes Material eingesetzt?
Kann die Lieferkette nachvollzogen werden?
Eine fehlende Antwort beweist keinen Missbrauch.
Aber eine gute Antwort schafft Transparenz.
💧 AM ENDE KOMMEN WIR WIEDER ZUM WASSER
Chile.
Peru.
Die Demokratische Republik Kongo.
Drei vollkommen unterschiedliche Länder.
Drei unterschiedliche Landschaften.
Drei unterschiedliche Realitäten.
Aber in allen drei Fällen führt unsere Recherche zu derselben Ressource:
WASSER.
In Chile kann seine Knappheit den Bergbau selbst begrenzen.
In Peru treffen grosse Bergbauaktivitäten auf Wassereinzugsgebiete, Landwirtschaft, Städte und Ökosysteme.
Im kongolesischen Copperbelt können Verschmutzungen von Flusssystemen Auswirkungen auf Menschen und Biodiversität haben.
Und Tausende Kilometer entfernt befindet sich die Schweiz – einer der wichtigsten Rohstoffhandelsplätze der Welt.
Die Verbindung besteht nicht darin, dass das Wasser aus einer Mine in Chile, Peru oder dem Kongo irgendwann aus einem Schweizer Wasserhahn fliesst.
Die Verbindung liegt in unseren globalen Lieferketten.
Metalle reisen.
Kapital reist.
Produkte reisen.
Technologie reist.
DIE UMWELTFOLGEN BLEIBEN JEDOCH ZUNÄCHST DORT, WO DIE ROHSTOFFE GEWONNEN WERDEN.
UNSERE RECHERCHE SUCHT KEINE SCHULDIGEN
Wir behaupten nicht, dass jedes Kupfer aus Chile oder Peru Wasser zerstört.
Wir behaupten nicht, dass jedes Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo Flüsse verschmutzt.
Wir beschuldigen keine Person oder kein Unternehmen allein aufgrund seines Standorts oder seiner Tätigkeit.
Wir unterscheiden zwischen:
dokumentierten Tatsachen,
offiziellen Daten,
wissenschaftlichen Erkenntnissen,
bekannten Risiken
und
Fragen, die weiter untersucht werden müssen.
Denn Verantwortung beginnt nicht mit einer Anschuldigung.
VERANTWORTUNG BEGINNT MIT WISSEN.
DIE FRAGE, DIE BLEIBT
Wir bauen Elektroautos, um Emissionen zu reduzieren.
Wir erweitern Stromnetze.
Wir bauen erneuerbare Energien aus.
Wir entwickeln Batterien und neue Technologien.
Das ist notwendig.
Aber hinter jedem Kabel, jedem Motor und jeder Batterie steht Material.
Und hinter diesem Material steht ein Ort.
Ein Boden.
Ein Fluss.
Ein Wald.
Ein Tier.
Eine Pflanze.
Ein Mensch.
Deshalb lautet die Frage dieser Recherche:
WIE VIEL WASSER STECKT IN UNSERER ENERGIEWENDE?
Und vielleicht noch wichtiger:
WIE SCHAFFEN WIR EINE ENERGIEWENDE, DIE NICHT NUR DAS KLIMA SCHÜTZT, SONDERN AUCH WASSER UND BIODIVERSITÄT?
DIE ENERGIEWENDE DARF DAS KLIMA SCHÜTZEN – ABER NICHT AUF KOSTEN DES WASSERS UND DER BIODIVERSITÄT.
Bücher für die Zukunft
Lesen · Entdecken · Forschen · Handeln
Francisco Cantuarias Rey
Autor & Projektleitung